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Vancouver - Panorama vom Stanley Park nach Vancouver Downtown Tag 2: Vancouver Da der Rest der Gruppe erst kurz vor Mitternacht mit der Air Transat in Vancouver eintreffen wird, kann ich den heutigen Tag zur freien Verfügung nutzen. Von Reiseleiterin Anke, die ich noch am Vorabend getroffen hatte, habe ich Ausgang bis morgen früh erhalten, sodass ich mir für heute vorgenommen habe, mich in Vancouver Downtown aufzuhalten. Trotz 9stündiger Zeitverschiebung ist von einem Jetlag nichts zu merken. Nach dem Frühstück geht es mit dem Linienbus in gut einer Stunde in die Innenstadt. Während der Fahrt dorthin fallen mir die Unmengen an Porsche Cayenne (mindestens 20 Stück), BMW X6 und so manch ein VW Tuareg auf den Straßen auf. Hier sieht man ja an einem Tag mehr SUFF(äh SUV-)-Autos als bei uns im Monat. Meine Rundreise durch die Innenstadt beginne ich an der Waterfront. Um mir einen ersten Überblick zu verschaffen, nehme ich den Außenaufzug auf die 167m hohe Aussichtsplattform des Vancouver Lookouts. Die Sicht ist zwar heute morgen noch etwas diesig, aber die Eintrittskarte gilt den ganzen Tag und man kann so oft wie man will auf die Plattform (am Nachmittag wird dann eitel Sonnenschein sein).
Vancouver - Blick vom Vancouver Lookout in Richtung Stanley Park
Vancouver - Blick vom Vancouver Lookout auf die Norwegian Sun im Burrard Inlet
Blick vom Vancouver Lookout Um an einem Tag möglichst viel sehen zu können, habe ich mir ein Tagesticket der Vancouver Trolley Company gekauft. Mit auf altmodisch getrimmten Bussen kann man auf 2 Routen die wichtigsten Sehenswürdigkeiten besuchen und dabei an jeder Haltestelle aussteigen und dann mit einem nächsten Bus die Reise wieder fortsetzen. Als erstes habe ich mir die Red Loop in Richtung Stanley Park vorgenommen. Am Aquarium steige ich aus, da ich die Halbinsel des Stanley Parks auf der 10km langen Seewall Promenade umrunden will. Der Stanley Park ist der Küstenregenwald fast inmitten von Vancouver. Da heute Sonntag ist, bin ich nicht der einzige auf der Strecke. Mit Kinderwagen, Inlinern und Unmengen an Radfahrern ist hier wohl halb Vancouver unterwegs. Sogar Fahrradfahrer auf Fahrrädern im Harley Davidson Stil nehmen die Strecke in Angriff.
Burrard Inlet und Lions Gate Bridge Da ich mich aber nach der Umrundung des Stanley Parks deutlich zu dumm anstelle, die entsprechende Haltestelle für den Trolleybus zu finden, ist ein deutlich verlängerter Fußmarsch der English Bay entlang bis zur Burrard Street Bridge von Nöten. Weil es jetzt nur noch 2 Stationen mit dem Bus bis zur Endstation wären, steige ich doch gleich in den Bus des Blue Loop der Trolleyline um, wo es für mich die nächsten 90 Minuten eine Exklusivfahrt als Einzelgast geben wird. Die Fahrt führt dabei über Granville Island in Richtung Chinatown und anschließend zur Steam Clock, einer 100-jährigen wasserdampfbetriebenen Uhr im Stadtteil Gastown. Was bei der Fahrt durch Vancouver auffällt, die Stadt ist sehr sauber, fast vergleichbar mit München. Nirgendwo ist Müll zu sehen und die Zahl der Bettler hält sich auch sehr in Grenzen. Mit dem 98-er und 410-er Bus geht es für umgerechnet 1,5€ am späteren Nachmittag wieder zurück zum Hotel. Kaum am Hotelzimmer angekommen, steckt ein Hinweiszettel an der Tür, dass ich mich bei der Reiseleitung melden soll. Aufgrund des gestrigen Gewitters stand der Flughafen von Vancouver unter Wasser und der Air Transat Flug, der den Rest der Gruppe in Deutschland abholen sollte, konnte erst mit 12stündiger Verspätung starten. Die Anderen werden damit erst im Laufe des morgigen Tages in Kanada eintreffen. Damit verschiebt sich für mich der Reiseablauf und ich muss/kann/darf noch einen Tag länger “allein” in Vancouver bleiben. Nach kurzer Überlegung habe ich mir vorgenommen, den morgigen Tag im Ganzjahres-Naherholungsgebiet Vancouvers, den Goose Mountains zu verbringen. Tag 3: Vancouver (Goose Mountains) Um mit öffentlichen Verkehrsmitteln in das nördlich von Vancouver gelegene Goose Mountains zu gelangen, kann ich getrost 2 Stunden einfache Reisezeit einplanen. Mit dem 98-er und dem 410-er Bus geht es wieder bis zur Waterfront. Von dort aus kann man direkt in den SeaBus umsteigen, der Personenfähre über das Burrard Inlet zwischen Vancouver Downtown und der North Shore. Von dort aus geht es mit dem 236-er Bus dem Capilano River entlang bis zur Talstation am Naherholungsgebiet Goose Mountains. Mit Nordamerikas längster Drahtseilbahn gelangt man auf das 1250m hoch gelegene Plateau, von dem sich ein herrlicher Blick über Vancouver, dem Stanley Park und die Strait of Georgia bietet. Der Pazifik beginnt erst “hinter” der vorgelagerten Insel Vancouver Island.
Blick von North Vancouver auf die Skyline von Vancouver Downtown Im Ticketpreis der Gondelfahrt für umgerechnet 27€ ist auch der Eintritt für alle hier angebotenen Attraktionen enthalten. Die Goose Mountains sind im Sommer ist es ein Wandergebiet mit einem Gruzzlybären-Freiluftzoo, Helikopterrundflügen, Zipping-Bahnen (am Seil eingehängt über Schluchten hinweggleiten), Holzfällerdarbietungen und noch manchem mehr. Im Winter ist es ein Skigebiet. Somit ist auch tagtäglich sehr viel Besucherandrang.
Naherholungsgebiet Goose Mountains
Naherholungsgebiet Goose Mountains
Grizzly Bär (eingezäunt) in den Goose Mountains Die teuerste Tomate meines Lebens erkaufe ich mir ungewollt zum Mittagessen. Eigentlich habe ich mir ja nur ein reduziertes Mittagessen genehmigen wollen, also sollte es ein Tomaten-Mozarella-Salat sein. Dass es aber im Restaurant der Gondelbahn für umgerechnet 15€ nur 7 Tomatenscheiben und 5 Scheiben Mozarella gibt, garniert mit einer Löffelspitze Balsamico, hatte ich in meinen Vorstellungen nicht eingeplant. Aber was solls, nach einigen Stunden Aufenthalt bei bestem Wetter geht es wieder die 2 Stunden zurück nach Richmond. Der Capilano Suspenson Bridge, einer Drahtseilbrücke 70m über dem Capilano River, kann ich aufgrund der fortgeschrittenen Zeit keinen Besuch mehr abstatten. Noch zeitig zum Abendessen der nun eingetroffenen Reisekameraden und -dieschen bin ich wieder am Hotel angelangt. Nun sind wir für die Reise vollzählig und die wirkliche Reise kann beginnen, und zwar mit einem Essen in einem Steak-Restaurant. Schau´mer mal, wie die Reise mit mir als einzigen “Norditaliener” unter lauter “Südschweden” verlaufen wird. Aber eines sei schon gesagt: es wir eine sehr lustige Gruppe ohne Querulanten werden.
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