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Sonnenuntergang und Brandung in Storms River Mouth Tag 16: Addo Elephant - Storms River Mouth (Tsitsikamma NP) Nach gut 2 Wochen im Landesinnern werden wir heute wieder das Meer am Indischen Ozean bei Port Elizabeth erreichen. Hier genehmigen wir uns zunächst am weitläufigen Badestrand einen kleinen Badeaufenthalt. Bei 20°C und ner steifen Brise Wind keine Sache für jedermann.
Buggy am Strand bei Port Elizabeth Anschließend fahren wir weiter in Richtung Westen. Nach einem Tankstopp in Humansdorp erreichen wir den Beginn der Gartenroute, der “Route durch den Garten Eden”, dem Küstenregenwald südlich der Outeniqua Berge und dem Indischen Ozean. Geschützt ist dieser 65.000 ha großer Tsitsikamma Forest seit 1964. Ursprünglich sind in diesem größten zusammenhängenden Urwald in Südafrika sehr viele Baumgiganten der Spezies “Outeniqua Yellowwood” in Jahrhunderten herangewachsen, die heute noch im Park geschützt werden. Einer davon ist die Big Tree, zwar “nur” 30m hoch und 30m Kronendurchmesser, aber dennoch 3m Stammdicke und kaum 200m von der Nationalstraße entfernt.
Big Tree im Tsitsikamma Nationalpark (Panoramaaufnahme aus 5 Bildern)
Ausnahmsweise nicht der gleichnamige Zug - ein Shongololo (Tausendfüßler) Der Tsitsikamma Park ist geprägt von der schroffen und brandungsumsäumten Meeresküste und der steil ansteigenden und baumbewachsenen Küstenlandschaft, bis nach 300-350 Höhenmetern ein Hochplateau erreicht ist. Nicht von ungefähr kommt die Ähnlichkeit mit der Napali Küste auf Hawaii (siehe Hawaii-Reise). Unterbrochen wird das Plateau durch die tiefen Schluchten des Storms River (über die beim Bau im Jahre 1954 höchste Bogenbrücke der Welt, die Paul Sauer Bridge führt), die Schlucht des Groot- und des Bluekrans-River. Über Letztere führt die mit 320m Höhe höchste Bogenbrücke der Welt, von welcher auch der tiefste Brücken-Bungeesprung der Welt möglich ist. An der Mündung des Storms Rivers (englisch “mouth”) liegt das Storms River Mouth Restcamp. Dort werden wir die nächsten Tage verbringen. Waren in den letzten drei Wochen hier vor Ort fast nur Regen angesagt, so werden wir bei unserem Aufenthalt nur Sonne vorfinden (und Christian unser Tourguide sagt, dass er von unserem Essplatz direkt am Meer erstmals die gut 50km entfernte Plettenberg Bay sehen kann).
Essenplatz direkt am Indischen Ozean Nächtigen werden wir dabei in kleinen Waldhütten fast direkt an der “Uferpromenade”. Unser “Restaurant” bauen wir auf selbiger auf. Nachdem wir uns beim Mittagessen gestärkt haben, wollen wir den Mouth Trail erwandern. Höhepunkt dieses Trails wäre die Suspension Bridge, eine Hängebrücke nur für Personen über den Storms River. Der Trail ist aber aufgrund von Waldbränden und daraus resultierenden Felsstürzen schon vor dem Punkt gesperrt, wo man einen Blick auf dieses wunderbare Fotomotiv erhaschen könnte. Also heißt es wieder unverrückter Dinge zurück zum Ausgangspunkt, die Brandung am Meer und die herrliche landschaftliche Szenerie, sowie der wunderschöne Sonnenuntergang entschädigen aber dafür gänzlich.
, Kerzenscheinessen zum Sonnenuntergang Tag 1 7: Storms River Mouth (Otter Trail) Von Storms River Mouth gibt es eine Vielzahl von Wanderwegen zu erkunden, der bekannteste von ihnen ist der Otter-Trail. Für diese 5-tägige und 42km lange Wanderung von Storms River Mouth nach Natures Valley entlang der Meeresküste oft ohne Pfad ist normalerweise eine Anmeldung viele Monate im Voraus notwendig. Ein Großteil der ersten Tagesetappe, der sogenannte “Waterfall Trail” ist aber noch für jedermann zugänglich. Aber warum setzen die Reiseveranstalter eine Hin-und-Zurück zusammen 6km lange Wanderung als Ganztageswanderung an? Wer den Waterfall-Trail in Angriff nimmt, weiß danach warum.
Am “Einstieg” zum Otter-Trail
Unterwegs auf dem Otter-Trail
Unterwegs auf dem Otter-Trail
Meeresströmungen Nie weiter als 50km vom Wasser entfernt geht es nicht über Stock und Stein, sondern eigentlich über Baum und Fels, sodass doch einige Kletterarbeit notwendig ist, um das gewünschte Ziel zu erreichen. Und da teilweise sehr spitze Felsen sich in den Weg stellen, sollte man es tunlichst vermeiden, vom “rechten Weg” abzukommen. So ist die Wanderung physisch relativ einfach, aber psychisch fordernd. Entschädigt wird man bei wolkenlosem Himmel aber von einer wunderschönen Natur und von Walen, die fast bis zur Küste herankommen, kaum 50m vom Ufer entfernt.
Mittagsrast
Wal
Wal So erreicht jeder von uns den Zielpunkt des Trails, einen Wasserfall. Nach einer ausgiebigen Pause geht es den gleichen Weg wieder zurück. Für manchen wird das Felslabyrinth fast zum unüberwindbaren Hindernis, hoffentlich reichen da die Akkus zum Filmen aus. Hätten es sich einige Wale nicht nehmen lassen, dass sie fast am Ufer zum Luft holen an die Oberfläche gelangen, die Wanderung wäre sicherlich zwei bis 3 Stunden kürzer gewesen. So erreichen wir am zeitigen Nachmittag wieder unser Camp, den Rest des Tages bis zum gemeinsamen Abendessen nutze ich zum Faulenzen.
Sonnenuntergang und Brandung in Storms River Mouth
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