| Tag 17: Kalbarri Nationalpark - Pinnacles (Nambung NP) - Jurien Bay
Nach dem Aufbruch am zeitigen Morgen stehen zunächst verschiedene Aussichtspunkte entlang der Steilküste der Batavia Coast südlich von Kalbarri auf dem Programm.
Der Name Batavia Coast kommt von dem holländischen Schiff Batavia, welches im 17. Jahrhundert vor dieser Küste auf Grund gelaufen war. Die Mannschaft, die sich auf eine vorgelagerte Insel
retten konnte, begann zu meutern.
Die Rädelsführer wurden auf das australische Festland verbannt und waren genau genommen die ersten Weißen in Australien.
Vor der Steilküste mit Aussichtspunkten wie den Natures Bridge kreuzen auch viele Fischerboote auf Lobsterfang (Hummer).
Der Küste schließt sich der rosa schimmernde Salzsee bei Port Gregory an, die Farbe ergibt sich aus den hier vorkommenden Algenarten.
Über Geraldton, wo wir einen Stopp einlegen, geht die Fahrt weiter zunächst nach Jurien Bay, wo wir unser Zeltlager aufbauen. Am Himmel kündigt sich das Donnerwetter schon an, welches uns
dann später im 40km entfernten Nambung Nationalpark erwarten wird.
Hauptanziehungspunkt des Nambung Nationalparks sind die weltbekannten Pinnacles. Die Pinnacles sind von Zentimeter bis 5 Meter hohe Kalksteinformationen, die sich auf einen riesigem
“Figurenfeld” befinden.
Die Stimmung bei den Pinnacles hat schon etwas Besonderes an sich. Es kommt eine Mischung aus obelixsche Hinkelsteine und Friedhofsidylle auf.
Die Fotos von den Pinnacles (nicht nur meine, sondern alle, die ich bis jetzt gesehen habe) geben nicht im Geringsten die Faszination wieder, die diese Gesteinsformationen auf den Betrachter
ausüben.
Das Unwetter, welches ich in Jurien Bay am Horizont erspäht hatte, trifft uns nun mit aller Härte. Wie aus allen Kübeln kommt das Wasser aus den geöffneten Himmelsschleußen.
Jeder freut sich immer, wenn er im Urlaub Sonne hat, aber wer bekommt die Pinnacles mit Stausee nach einem Wolkenbruch zu sehen? Denn dies war für uns der erste Regen nach 14 Tagen Reise!
Zurück am neben dem Strand gelegenen Zeltplatz in Jurien Bay angekommen, müssen einige Reiseteilnehmer feststellen, dass ihre Platzwahl mit dem Zelt etwas ungünstig war. Sie waren mitten im
Ablaufbereich des Regenwassers, sodass es doch einige nicht mehr so trockene Stellen im Zelt gibt.
Den Abend nützen wir wie so oft zu einem gemeinsam gekochten Abendessen. Da uns am Folgetag wieder eine längere Fahrtstrecke ins Haus steht, ist die Schlafengehzeit schon
früh um 9 Uhr abends.
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