Tag 8: Tom Price - Hamersley Gorge - Millstream-Chichester NP

Nachdem wir die Hamersley Gorge verlassen haben, geht es durch die Weite der Pilbara (so heißt das Landschaftsgebiet bzw. der ganze Distrikt hier). Nach gut einer Stunde Fahrzeit macht sich auf den Schotterpisten in unserem Bus deutlicher “Staubgeruch” bemerkbar. Es stellt sich heraus, dass die hintere Türe undicht ist und somit bei vielen zu einer Generalreinigung der Fotoausrüstung führen wird.

Die richtige Staubbescherung gibt es aber erst, als wir am zeitigen Nachmittag an unserem Nachtlager für die nächsten beiden Tage, an der Millstream-Oase im Südwesten des Nationalparks, ankommen.

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Zeltplatz am Crossing Pool

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Snappy Gum Drive, Crossing Pool “Oase”

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Millstream Homestead

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Palmen auf der Millstream Homestead

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Der ehemalige Swimmingpool

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Känguru auf der Millstream Homesteads

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Känguru auf der Millstream Homestead

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Känguru mit Skippy (kleines Känguru im Beutel) auf der Millstream Homestead

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Fortescue River, oben Flussquerung auf dem Murlunmunyjurna Track

Im Gepäckhänger hat sich im Laufe des Tages eine gut 5cm dicke Sandschicht im Farbton rotbraun gebildet und diesen Farbton an alles, was nicht luftdicht verpackt war, weiterverteilt. An dieser Stelle mal ein Lob an meinem Rucksackhersteller Lowe Alpine, mein Rucksack war dicht. Unser Zeltlager befindet sich an einer Oase des Fortescue River, sodass es zum Baden im hier gut 100m breiten Fluss keine 30m sind.

Da es in Australien soweit südlich (hoffentlich) keine Krokodile gibt, ist das Baden hier unbeschwert, auch braucht der sonst notwendige Sicherheitsabstand von mehr als 30m zum Wasser (soweit gehen Salties, wie Salzwasserkrokodile in Australien genannt werden, vom Wasser weg) nicht eingehalten werden.

Tag 9: Millstream-Chichester NP

Erst am kommenden Morgen, als wir an einem Aussichtspunkt des Snappy Gum Drive einen Blick auf die Lage des Crossing Pools werfen, wird uns die Einzigartigkeit dieses Gebietes hier bewusst.

Überall sonst ist mehr oder weniger nur trockene Vegetation und hier dann Grün über Grün. Die Gegend hier wird auch zur Trinkwasserversorgung der Küstenstadt Karratha herangezogen.

Palmenumsäumt ist die Millstream Homestead, früher das Farmhaus der Farm und heute das Quartier der Ranger. Am Farmeingang werden wir schon von Kängurus begrüßt. Dies ist eigentlich unüblich für die nachtaktiven Beuteltiere, aber die Homestead dient auch als Aufzuchtstation für Waisenkinder.

Im Haupthaus befindet sich ein Museum, wo etwas über die Geschichte der Gegend erzählt wird. Durch das massig vorhandene Wasser wachsen auch Palmen im “Farmgarten”. Im kleinen Teich blühen die Seerosen, früher war der Teich der Swimmingpool der Farm, die in den 60-er Jahren aufgegeben wurde.

Nachdem wir uns von dem satten Grün hier erholt haben, wollen wir uns an einem weiteren Aussichtspunkt die Faszination der hiesigen Landschaft über uns kommen lassen. Auch hier besteht wieder die Möglichkeit des Badens oder, wenn man den Untergrund des Wassers kennt, die Möglichkeit eines Kopfsprungs.

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Bei Temperaturen um die 40°C ist die Abkühlung im Wasser auch dringend notwendig.

Bereits gegen 13.30 Uhr sind wir wieder an unserem Zeltplatz angelangt. Um die Zeit nicht unnütz zu vergeuden, mache ich mich mit einigen auf den Weg, dem Murlunmunyjurna Track zu erkunden.

Dieser führt von unserem Zeltplatz durch eine Furt im Fortescue River hindurch zur Millstream Homestead. Er ist zwar eben und mit insgesamt 8km Länge in 2 -3 Stunden zu schaffen, aber bei Temperaturen von gut 40°C ist der Trinkwasserverbrauch nicht zu unterschätzen. Auf dem Fußweg zur Millstream Homestead kreuzen auch einige Kängurus unsere Wegstrecke (ich hab hier in 20 Minuten mehr freilaufende Kängurus gesehen, wie bei meiner ersten Australienreise in 3 Wochen).

Belohnt werden die Anstrengungen des Marsches durch einen Skippy, das aus dem Beutel der Mutter rausschaut. Ein Skippy ist ein kleines Känguru.

Auch heute steht uns als Klo nur ein Hightech- Donnerbalken zur Verfügung. Es gibt zwar heute keine Kakerlaken (schade), aber dafür sorgen die bis zu 3cm großen Bullenameisen für Abwechslung am/im Klo. Diese Ameisen haben am Kopf eine riesige Zange, ähnlich wie ein Krebs, und ein Griff mit der Zange ist ziemlich schmerzvoll, wie manche von uns haben erfahren dürfen. Aber was wäre Australien ohne Wildleben.

 

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