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Windhoek Country Club

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Windhoek, Christuskirche und “Skyline”

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Windhoek, Parkanlage

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In den Straßen von Windhoek, Bahnhof

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In den Straßen von Windhoek

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Luisenapotheke in der Independence Ave.

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Aoub Lodge, Farmgelände

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Sonnenuntergang in der Kalahari

Tag 1: Zuhause - Frankfurt - Windhoek

Nach dem Genießen des Weihnachtsbratens zu Hause am 25.12.1998 beginnt meine Reise nach Namibia mit einem Abstecher zu den Viktoriafällen mit der Fahrt zum 100km entfernten Flughafen nach München.

Pünktlich um 14.55 Uhr hebt der Lufthansa Airbus 310 von München ab nach Frankfurt. Das Flugzeug ist mit etwa 15 Fluggästen restlos “überbucht”. Manch einem wird dieser kurze Flug etwas komisch vorkommen, aber er hat seinen Grund. Zum Zeitpunkt meiner Flugbuchung ging der Freitagsflug von Air Namibia nur von London Heathrow aus, erst wenige Tage vor Abflug wurde der Flugplan auf Frankfurt umgestellt.

In Frankfurt erfolgt dann das Umsteigen in die Boeing 767 der Air Namibia (einer ehemaligen Air France Maschine). Gehofft hatte ich eigentlich auf die Boeing 747SP (ein etwas zu “heiß” gewaschener Jumbo), aber auch die Air Namibia muss auf ihre Kosten achten. Der um etwa 19 Uhr startende Flug ist gut ausgebucht, mein reservierter Sitzplatz ist auch wirklich reserviert und als Film läuft die “Truman-Story”, damals erst frisch in den Kinos angelaufen.

 Tag 2: Windhoek

Nach fast 11 Stunden Flug steht nun die Landung an. Aber bitte wo soll den hier ein Flughafen sein, weit und breit ist keiner zu sehen? Ebenfalls mache ich mir so meine Gedanken, warum der Internationale Flughafen von Windhoek fast 50km außerhalb von Windhoek liegt, in Namibia müsste doch genügend Platz sein?

Kurz nach Sonnenaufgang erspähe ich aus dem Fenster einen schwarzen Strich in einer sonst wie leer vorkommenden Landschaft. Da die Flughöhe rapide abnimmt kann das nur der Flughafen sein.

Bei der Fahrt mit einem Sammeltaxi nach Windhoek wird mir auch klar, warum der Flughafen so weit außerhalb von Windhoek liegt. Denn die nächstgelegene ebene Fläche für einen Flughafen ist halt nun mal der Platz, wo er nun mal ist.

Im Windhoek Country Club Hotel, eine von den drei „Touristenburgen“ in Namibias Hauptstadt angekommen, entspanne ich zunächst etwas, dann geht’s nach Windhoek “Downtown”.

Windhoek selbst liegt mit seinen mehr als 100.000 Einwohnen auf fast 1600m über dem Meeresspiegel, entsprechend trocken ist die Luft. Die Mittagstemperaturen von gut 30°C sind somit gut zum Ertragen.

Beim Wandern durch die am zweiten Weihnachtsfeiertag, der in Namibia kein Feiertag ist, fast menschenleere Innenstadt fällt die hier gar nicht afrikanisch wirkende Stimmung auf.

An der Christuskirche steht der Gottesdienstplan dieser evangelischen Kirche in deutscher Sprache, ebenfalls gibt es auch noch viele deutsche Straßennamen. Ein Relikt aus der deutschen Kolonialzeit in den Jahren 1884 bis 1915. Medikamente gibt es in der “Luisenapotheke”.

Den Abend verbringe ich im Kasino des Windhoek Country Clubs und erleichtere damit gleich meine Reisekasse um ein paar Dollar.

Tag 3: Windhoek - Region Gochas

11 Uhr, so steht’s wenigstens auf dem Voucher, sei der Beginn der nun folgenden 14-tägigen Rundreise durch den Süden und Norden von Namibia. Ich mache mir nun so meine Gedanken, welche „Reisespezialisten“ ich nun wieder treffen werde (es ist ja nicht meine erste Gruppenreise) und wie groß die Gruppe sein wird. Gebucht habe ich eine Busrundreise für max. 30 Personen, da diese bei gleichem Programm gut 1000 DM günstiger war als eine Kleinbus- oder auch „VW-Bus“ Reise.

Da ich zur Gattung der Frühaufsteher gehöre, bin ich bereits reisefertig, als bereits um 9 Uhr ein Anruf von der Hotelrezeption kommt, dass Reiseleiter Stefan schon sehnsüchtig auf mich wartet. Etwas überrascht über den vorgezogenen Reisebeginn (die Hotelrezeption hatte vergessen mir die geänderten Reiseunterlagen auszuhändigen) stelle ich erfreut fest, dass die Reisegruppe nur aus 6 Personen bestehen wird und ein VW Bus (Typ T3, der sogenannte VW Microbus im südafrikanischen Port Elizabeth gebaut) als Fortbewegungsmittel dienen wird.

Nachdem die Zeitunstimmigkeiten nach kurzer Rücksprache für mich und dem Reiseleiter erledigt waren, darf ich mir von einer nicht mehr ganz so jung gebliebenen österreichischen Reiseteilnehmerin und ihrem Reisetross (angeblich Schwester und Sohn) anhören, ob den die Deutschen zu blöd zum pünktlich sein seien, und sie jetzt schon 10 Minuten warten habe müssen.

Ich denk mir nur, die Rundreise kann ja heiter werden, gerade in Anbetracht dessen, dass die beiden anderen männlichen Reiseteilnehmer eigentlich fast nur mit sich selbst beschäftigt waren.

Am Abend des heutigen Tages klärt mich dann der Reiseleiter auf, was zuvor schon alles wegen dieser Teilnehmerin vorgefallen sei und er froh sei, wenn er diese nach dem ersten Teil der Rundreise endlich loshabe.

Vom ersten Schreck erholt beginnt nun der Teil 1 der Rundreise von Windhoek aus in Richtung Süden. Vorbei am Wendekreis des Steinbocks („Tropic of Capricorn“) geht es Richtung Gochas in die Ausläufer der Kalahari zur Auob Lodge.

Am Abend erfolgt eine Sundowner-Pirschfahrt im Jeep durch das lodgeeigene 8000 ha große Farmgelände mit Giraffen, Straußen und Antilopen. Der Sonnenuntergang in Afrika ist immer etwas Besonderes.

 

 

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