chilkaat

Haines, Chilkat State Park

hp802

Tag 19: Juneau - Haines

Heute steht wieder eine Reise auf dem Alaska Marine Highway an, was eigentlich nichts anderes als eine Fährverbindung von Juneau nach Haines darstellt.

Um 7 Uhr soll die Fähre ablegen, um 5 Uhr ist Meldeschluss beim Einchecken (mir ist bis heute unerklärlich, warum man wegen 10 Fahrzeugen 2 Stunden brauchen kann), sodass heute nicht an Ausschlafen zu denken ist. Bereits um 4.15 Uhr holt mich der Wecker aus den Träumen.

a220

Haines, Blick vom Mount Rigley aus am Vortag zu Bild oben

a22202

Haines, Mount Rigley, Blick auf Lynn Canal

mountrigley

Haines, Mount Rigley, Almöhi und Kreuzfahrtschiff im Lynn Canal

a227

Haines, Mount Rigley, Hochmoorlandschaft

hp9
a22902

Haines Highway, zwei Weißkopf-Seeadler

a233

Haines Highway

a23402

Um 4.35 Uhr ist meinerseits alles verstaut. Wider Erwarten sind heute auch alle rechtzeitig fertig, die Chancen stehen gut, rechtzeitig am Fährterminal zu sein. Und es ist auch so.

Für die gut 2-stündige Reise ins nördlich gelegenere Haines darf wieder die schon bekannte MV Fairweather herhalten. Ohne Probleme kommen wir auch gegen 10 Uhr in Haines an. Im Unterschied zu Skagway und Juneau ist Haines eine Arbeiter-Ansiedlung und Ende des gleichnamigen Highways, früher war es ein Militärstützpunkt.

Da heute Labour-Day ist, sind die Gehsteige trotz Montag hochgeklappt. Eingeplant hatten wir eine Besteigung des Mount Ripinsky mit gut 1000 Höhenmetern, die tief hängenden Wolken bewegen uns aber dazu, dieses Vorhaben sein zu lassen. Nach dem Essenseinkauf machen wir uns auf, in Richtung Chilkat State Park zu fahren, wo wir heute zelten werden, was auch unsere letzte Zeltnacht sein wird.

Als Mitglied der Motiviertenfraktion steht es außer Frage, dass heute noch eine Wanderung her muss, so entschließt sich unsere Fraktion für eine Wanderung auf den 650m hohen Mount Rigley im Chilkat State Park, von wo es eine herrlichen 360° Panoramablick geben soll.

Nach einigem Suchaufwand finden wir auch den Einstieg in den Mount Rigley Summit Trail. Er ist zwar mit einer Länge von nur 2,8 Meilen als einfach und mit 3 1/2 Stunden Gesamtzeit beschrieben, wir brauchen aber im Vollgasmodus ohne Pause schon 2 Stunden den Berg hinauf. Der Trail ist zwar relativ einfach, vom Höhenprofil aber sehr demoralisierend. Spätestens wenn man beim nächsten Blick nach oben zum 5x denkt, es sind ja nur noch 50 Höhenmeter und die Sache wiederholt sich wieder, wird’s frustrierend.

Dafür wird man aber oben von einer herrlichen Natur und wirklich von einem traumhaften Ausblick auf den Lynn Canal entschädigt. Wie schaut es hier erst aus, wenn wolkenloser Himmel ist und nicht wie heute tief hängende Wolken kaum Licht durchlassen?

Dass zu allem Überfluss auch noch ein Kreuzfahrtschiff aufs Bild will, hat sich beim besten Willen nicht verhindern lassen. Bis auf eine Durchwanderung eines Hochmoors verläuft der Trail im Wald. Durch den Höhenunterschied findet man hier Wald in seinen unterschiedlichsten Ausprägungsformen vor.

Als Henkersmahlzeit für unsere letzte Zeltnacht genehmigen wir uns heute Heilbutt, sonst gab es bei Fischgerichten immer Lachs in seinen unterschiedlichsten Arten.

Tag 20: Haines - Haines Junction

Mit dem heutigen Tag verlassen wir Alaska bei dieser Reise zum letzten Male auf dem Landwege. Über den Haines Highway wollen wir nach Haines Junction am Rande des Kluane Nationalparks weiterreisen.

Im Gegensatz zu gestern ist heute ein wolkenloser Himmel, die Aussicht auf die Berge an der Strecke und am Zeltplatz ist kaum wiederzuerkennen.

Der Haines Highway folgt zunächst dem Chilkat River. Bekannt ist der Chilkat River für seine große Population an Weißkopf- Seeadlern. Dass dem auch so ist, lassen sich zwei Weißkopf-Seeadler in einem Baum sitzend neben dem Highway nicht nehmen. Wir haben zwar auch am Yukon eine Vielzahl von dieser Spezies gesehen, aber bei weiten nicht so fotogen.

Da die Berggipfel neben dem Highway schon durch den Neuschnee eine Schicht an Puderzucker erhalten haben, bieten sie einen grandiosen Anblick. Verstärkt wird dies auch durch die bunte Herbstfärbung der Landschaft.

Bekannt unkompliziert verläuft die Einreise nach Kanada (und diesmal reißen sie mir auch die grüne USA-Karte aus dem Reisepass heraus).

Unterbrochen von vielen Fotostopps erreichen wie am zeitigen Nachmittag unsere Cabins am Kathleen Lake mit dem Blick auf die Wrangell St.Elias Berge.

Fast keine Wolke am Himmel, sollen wir die Chance nützen und die verbleibende Zeit zu einem Rundflug über den Kluane Nationalpark nützen? Der Kluane NP ist die kanadische Ausführung des Wrangell St.Elias NP, die zusammen das größte zusammenhängende Eisfeld außerhalb der Polregionen bilden. Dies ist aber nur deshalb der Fall, weil die Chilenen ihr Eisfeld in Patagonien in ein nördliches und südliches Eisfeld unterteilt haben.

Ob unsere Bemühungen um einen Rundflug über die Gletscher des Kluane Nationalparks von Erfolg gekrönt sind, könnt Ihr auf der nächsten Seite nachlesen.

Haines Highway

 

navleft navup navright